DRM-Saisonvorbereitung läuft auf vollen Touren: Carsten Mohe testet bei österreichischer Rallye Rebenland den neuen Porsche
DRM-Saisonvorbereitung läuft auf vollen Touren: Carsten Mohe testet bei österreichischer Rallye Rebenland den neuen Porsche

Heck- statt Frontmotor, Zwei- statt Vierradantrieb und gut 470 statt 260 PS: Carsten Mohe und Beifahrerin Andrea Lieber setzen bei ihrem Umstieg vom Renault Clio R3 auf den spektakulären Porsche 911 GT Rally der Modellgeneration 992.1 wie immer auf professionelle Vorbereitung. Drei Tage haben die amtierenden Deutschen Rally3-Meister mit dem schwäbischen Sportwagen in Tschechien auf einem abgesperrten Areal getestet und dabei gut 150 Kilometer zurückgelegt. Am kommenden Wochenende steht mit der Rallye Rebenland rund um das österreichische Leutschach ein erster Probelauf unter realen Bedingungen auf dem Programm. Vom 27. bis 28. März wird es bei der Rallye Erzgebirge für das Duo ernst: Dann startet die Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM) im sächsischen Stollberg in die neue Saison – und für Mohe/Lieber beginnt ein aufregend neues Kapitel.

„Im ,Adventure-Land Bela‘ konnten wir bereits ein gutes Basis-Setup für den Porsche herausarbeiten und die Reifen testen“, fasst Carsten Mohe den aktuellen Stand der Dinge zusammen. „Allerdings besteht die Strecke dort aus schmalen Wegen mit sehr ebenem Asphaltbelag ganz ohne Schotteranteile. Für mich kam es erstmal darauf an, Vertrauen in den 911 Rally GT zu finden, der wirklich enorm beschleunigen kann. Dabei muss ich auch meine Fahrweise anpassen, denn naturgemäß lässt sich der heckgetriebene Porsche – anders als Fronttriebler oder Allradler – in Kurven nicht mit dem Gas stabilisieren. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen.“

Jetzt steht die nächste Stufe der Lernkurve bevor: der Start bei der Rallye Rebenland in der Steiermark. „Die Veranstaltung hat für Teilnehmer, die zum Testen kommen, eine Klasse namens ,Rallye4U‘ ausgeschrieben – ohne offizielle Zeitnahme und mit der Möglichkeit, bei Bedarf auch einmal eine der insgesamt 16 Wertungsprüfungen auszulassen“, erläutert der Crottendorfer, der den ehemaligen Markenpokal-Rennwagen in den vergangenen Wochen mit seinem Team Mohe Rallyesport noch einmal von Grund auf neu aufgebaut hat. „Sicher haben wir uns zum Ziel gesetzt, alle WP durchzufahren. Aber falls wir die Notwendigkeit sehen, etwas an der Abstimmung des Porsche zu ändern, steht dem nichts im Weg. Das ist für uns natürlich sehr hilfreich.“

Mit 145,27 WP-Kilometern bietet der zweite Lauf zur österreichischen Staatsmeisterschaft über zwei Tage viel Gelegenheit, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. „Die Strecken sind eher mittelschnell, es gibt einige Schotterabschnitte und in vielen Kurven darf ,gecuttet‘ werden – damit wird viel Schmutz auf der Straße liegen. In diesen Passagen mit wenig Grip müssen wir lernen, die unbändige Kraft des Porsche möglichst effizient auf die Straße zu bringen, wo wir Zeitverluste gegenüber den allradgetriebenen Rally2-Fahrzeugen akzeptieren müssen und wo wir seine Stärken ausspielen können“, so Mohe, der auch in Österreich wieder auf die Unterstützung so starker Partner wie VMS Vital Medical Supplies und der STARKENBERGER GRUPPE setzen kann.

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